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Leinsamenbrot "Rohkost" selbstgemacht

BeitragVerfasst: Do 17. Jul 2014, 23:36
von Admin
Geschmack
leicht nussig, sonst relativ neutral. Der Geschmack wird größtenteils durch die zugesetzten Kräuter verliehen.

Wirkung
Achtung: Nach Verzehr des Brotes sollte auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden, damit der Leinsamen seine positive Wirkung entfalten kann. (Andernfalls können negative Folgen wie ein Verkleben des Darmes oder in Extremfällen sogar Darmverstopfung auftreten).
Ich empfehle mit der Flüssigkeitsaufnahme durchaus 1,5-2 Stunden zu warten - dann ist das Brot im Darm bereits vorverdaut und man behindert die Verdauung nicht dadurch, daß man seine Magensäure durch Flüssigkeit zu sehr verdünnt.
  • enthält Amygdalin, welches in höheren Dosen Blausäurevergiftung herbeiführen kann, sofern es in heißem oder kochendem Wasser aus dem Kern herausgelöst wird. Nutzen Sie jedoch kaltes Wasser und erhitzen die Samen nicht zu stark, haben sie keinerlei Nachteile vom Amygdalin zu befürchten.
  • enthält Linol und Linolensäure (wirkt nach 2-3 Tagen bei ausreichender Flüssigkeitsaufnahme verdauungsfördernd)
  • Leinsamen wirkt leicht abführend, d.h. kann sehr gut von Menschen mit Verstopfungstendenz verzehrt werden.
  • Lediglich bei Menschen mit Durchfallneigung sollten keine größere Mengen Leinsamen verzehrt werden.
  • weicher Stuhlgang
  • Leinsamen kann die Aufnahme von Medikamenten im Darm vermindern (um dies zu verhindern können Medikamente 3 Stunden vorher oder danach eingenommen werden, evtl ist es aber auch eine gute Möglichkeit zu testen, ob man die Medikamentendosis und damit Nebenwirkungen nicht evtl auch dauerhaft reduzieren kann :) )
  • Während Schwangerschaft und für Kinder sollte die Leinsamenmenge geringer ausfallen.

Eigenschaften
    glutenfrei
    getreidefrei (dient als Ersatz von gebackenem Brot)
    leichtere Verdauung da Enzyme beim Backen nicht zerstört werden

Verzehrhinweise
Zur leichten Verdauung sollte das Brot nicht direkt kombiniert werden mit
  • Früchten (insbesondere Trockenfrüchten)
  • raffinierten Zucker, Honig, Sirup
    -> Alternative: gemahlene getrocknete Steviablätter (kein weißes Steviapulver verwenden) )
    Achtung: Steviapulver süßt sehr stark und schmeckt in hohen Konzentrationen bitter- daher vorsichtig probieren, weniger ist hier mehr ;-)

(Ideal: Früchte vorher essen, 1/2 bis 1 stunde "warten" und danach das Brot genießen.)

Zubereitungshinweise
Wichtig beim "backen" bzw. Trocknen:
Leinsamen hat den höchsten Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Omega 3 Fettsäuren).
Erhitzt man diese, können sehr leicht schädliche Transfettsäuren entstehen (je höher der Gehalt an ungesättigte Fettäuren, desto leichter entstehen Transfettsäuren).
Daher wird empfohlen dieses Brot "rohköstlich" herzustellen, d.h. das Brot nicht über 42 Grad zu erhitzen.





Quellen:
http://www.100-gesundheitstipps.de/heilpflanze-leinsamen.html